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Lucifuge: Das Licht, das vor Gott flieht
Band IV · Der Baum des Todes

Lucifuge

Das Licht, das vor Gott flieht

Teil der Reihe Der Baum des Todes — Zwölf Bände — einer für jede adverse Sephirah (Qliphoth).

Wenn das Licht sich von der Quelle trennt, erhellt es noch, oder lehrt es die Seele nur, sich mit Klarheit zu verlieren?

Da ist eine fensterlose Kammer, in der das Licht nicht von außen kommt, denn es gibt kein Außen. Kalte Lampen brennen ohne Flamme über Regalen, die emporsteigen, bis der Blick aufgibt, voll geschlossener Bücher — nicht in Erwartung eines Lesers, sondern sich vor dem hütend, der liest. Dort wohnt der Schatten von Chokmah, der Weisheit: die Grimoires nennen ihn Ghogiel, jene, die sich von Gott entfernen, und die Stimme, die er annimmt, wenn er einwilligt zu sprechen, heißt Lucifuge.

Im vierten Band von Der Baum des Todes setzt sich Frater Eisenheim einer Helligkeit gegenüber, die niemals lügt und gerade deshalb gefährlicher ist als jede Täuschung — denn das Licht des Lucifuge blendet nicht, indem es die Augen auslöscht: es blendet, indem es um den, der es empfängt, einen so befriedigenden Glanz entzündet, dass die Seele die Sonne nicht mehr vermisst. Es ist die Intelligenz, die viel weiß und wenig ehrt, die alle Türen der Welt öffnet und von innen die einzige verriegelt, die zur Höhe führte. Jede Antwort, die es bietet, lässt den Fragenden luzider und einsamer zurück — und die einzige Verteidigung gegen es besteht nicht darin, das Licht zu löschen, sondern es in die Richtung zurückzugeben, von der es niemals hätte abweichen dürfen: nach oben.

Es ist kein Handbuch. Es ist eine Bibliothek — und was sie hütet, ist der genaue Abstand zwischen dem Auge, das sieht, und dem Knie, das sich nicht mehr beugt.

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