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Naamah: Das verbannte Reich
Band XII · Der Baum des Todes

Naamah

Das verbannte Reich

Teil der Reihe Der Baum des Todes — Zwölf Bände — einer für jede adverse Sephirah (Qliphoth).

'„Wann hört die Materie auf, Tempel zu sein, und wird zum Exil?“'

Da ist eine Stadt aus Stein mit gedecktem Tisch, warmem Brot und einem leeren Stuhl, der wartet — keine Gewalt, kein Schrecken, nur zu viel Gastfreundschaft, um unschuldig zu sein, eine als Behaglichkeit verkleidete Einladung zum Schlaf. Dort wohnt Lilith, die Schale des Königreichs, der Schatten von Malkuth, der untersten Stufe des Baumes, wo alles Licht der zehn Sphären herabsteigt und konkretes Leben wird, und wo die Gegenwart zu wohnen erwählte. Der Name, den diese Materie ohne Gegenwart annimmt, wenn sie Brot und Wein reicht und das Fenster zum Himmel schließt, ist Naamah — die nächste aller Schatten, denn sie wartet nicht in einem mondbeschienenen Zimmer: sie wartet in der Küche.

Im zwölften und letzten Band von Der Baum des Todes setzt sich Frater Eisenheim an den Tisch der Königin, die nicht versucht, nicht verführt, nicht argumentiert: sie nimmt auf, und fragt nur das Vernünftigste der Welt — wozu weiter den Himmel suchen, wenn es hier unten schon so gut ist? Naamah verspricht nichts Außergewöhnliches; sie bietet genau so viel, dass niemand irgendetwas anderes vermisst. Erst indem er den Stuhl, das Brot ohne Segen, den Wein verweigert, gelangt der Interviewer zu einem trockenen Brunnen mitten auf dem Platz — und entdeckt, über ihn gebeugt, dass dem Königreich kein einziger Stein fehlte: es fehlte ihm nur jemand, der endlich Dank sagte.

Es ist kein Handbuch. Es ist ein trockener Brunnen — und was er erwartet, ist das Einzige, was einer ganzen Welt das Wasser zurückgibt: die Dankbarkeit, die den Boden neu weiht, den man schon betrat.

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