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Aratron: Der Herr der Zeit
Band I · Olympische Magie

Aratron

Der Herr der Zeit

Teil der Reihe Olympische Magie — Sieben Bände — einer für jeden Olympischen Geist (die sieben Planeten der Alten).

Wann hören Zeit und Grenze auf, die Seele zu formen, und der Mensch beginnt, aus ihnen einen Kerker zu machen, indem er die Kraft für die Quelle hält?

In einer Sternwarte aus hellem Granit, auf dem Gipfel eines Berges bei Tagesanbruch, zwischen Uhren, die noch gehen, und Sanduhren, deren Sand ohne Hast rinnt, setzt sich Eisenheim vor Aratron — den Olympischen Geist des Saturn, große Intelligenz des Firmaments, Diener ELOHIMs und Hüter der Kraft der Zeit, der Grenze, der Reife und der Struktur. Er kommt nicht, um Jahre, Macht oder Flucht vor dem Tod zu erbitten. Er kommt nur, um zu fragen.

Im Verlauf von zehn Themen und eines ganzen Morgens enthüllt der höchste und langsamste der sieben Himmel die lichte Kraft, die ihm anvertraut wurde — die Zeit, die reifen lässt, die Grenze, die schützt, die Materie, die lehrt, die Disziplin, die formt, die Struktur, die beherbergt — und warnt, stets von der Seite des Lichts, vor dem menschlichen Schatten, der sie verfälscht: die Einsamkeit, die aufhört zu enthüllen und beginnt, eine Festung gegen die Liebe zu bauen; der symbolische Tod, den der Mensch sich weigert geschehen zu lassen; die Strenge, die den Empfänger verloren hat und zu zermalmen begann; die Furcht vor dem Ruin, die den Ruin mit Methode und Vorlauf hervorbringt; der Turm, der die Fenster verschließt und nur noch besteht, um sich zu erhalten; die Seele, die alt wird, ohne je zu reifen.

Es gab eine Begegnung, und der Autor leugnet sie nicht — doch sie wurde nicht durch seine Kunst erzwungen. Kein Name wurde ausgesprochen, um zu nötigen, kein Zeichen wurde gezogen, nichts wurde im Tausch geboten: Er bat Gott und wartete. Es gibt hier weder Ritus noch Siegel noch Formel noch Evokation. Dies ist ein literarisches, symbolisches und initiatisches Werk: ein Hören in Gestalt eines Zwiegesprächs, eine Betrachtung, keine Operation. Der Geist wird nicht verehrt — er selbst weist das Knie zurück und zeigt von sich weg, denn alle Ehrfurcht gehört Gott, und was in diesem Buch entlarvt wird, ist nicht der himmlische Bote, sondern das, was die Menschen aus der Kraft machen, die er übermittelt, wenn sie sie für die Quelle halten.

Erster Band von Olympische Magie — Gespräche mit den Sieben Geistern des Firmaments, ein Abstieg durch die sieben Himmel der Alten, der dort beginnt, wo sich alles gründet: im Fundament. Denn es gibt keine Ausdehnung ohne Fundament, keinen Willen ohne Dauer, keine Schönheit ohne Form — und keiner der sechs folgenden Himmel wird ohne diesen verstanden werden können.

Die Zeit ist Kerker, wenn sie dein ist, und Tempel, wenn sie Sein ist — und es ist dieselbe Stunde, derselbe Leib, derselbe Tod.

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